Das Lied vom leisen Weihnachten.

Hast du schon gewusst, hast du schon gehört:
Weihnachten ist leise, alles Laute stört,
denn nun wird erzählt von dem Kindlein klein,
das uns alle einlädt, leis’ und zart zu sein.

Wo ein Kind geboren, hilflos schwach und klein,
soll die Welt verwandelt und friedfertig sein:
still ist’s bei Maria, dort im Stall beim Kind,
dass das Neugebor’ne Schlaf und Frieden find’t.

Uns’re kalte, harte, oft so laute Welt
soll verwandelt werden, sanft vom Stern erhellt.
Manch’ geballte Faust die darf sich öffnen nun:
Krieg in Frieden wenden, – da bleibt viel zu tun.

Lasst das Eilig-Sein nun, nehmt euch einmal Zeit,
leise sanfte Dinge sind von Wichtigkeit!
Könige und Herrscher, ihr sollt stille sein,
seht dies Neugebor’ne kommt und macht euch klein.

Hast du schon gewusst, hast du schon gehört:
Weihnachten ist leise, alles Laute stört,
denn nun wird erzählt von dem Kindlein klein,
das uns alle einlädt, leis’ und zart zu sein.

(Detllev Jöcker)